Massada, Wüste Juda / 7. Februar 2005, 16.45.02 WUESTE JUDAMontag, 7. Februar 2005 (2. Teil) - Text siehe Bildunterschrift |

| Durch die Wüste! Die Weite, die Farben, die Formen! Achim Buckenmaier
las nicht nur im Baedecker, sondern auch in der Bibel, seitenweise, im
Bus über das Mikrofon: Hier also murrten die Israeliten gegen Mose,
weil sie nicht einmal mehr Wasser hatten. Wen wundert's! Es gibt kein
Wasser hier. Nur Einsamkeit und Farben und Formen und Weite. Und das Auf-einander-Angewiesen-Sein
derer, die hierher geschickt werden, vierzig Jahre lang üben für
das nie Dagewesene: ein Leben in Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit
nach dem Gesetz der Wüste. Für David Ben Gurion lag im kargen
Süden die Hoffnung und Zukunft Israels, er lebte hier, im Kibbuz
Sede Boker, wo wir Elisha Zurgil trafen, seinen Freund, der dem Berühmten
eine Kiste brachte, auf der er stehen konnte, denn er hatte die Aufgabe,
täglich die Niederschläge (das bisschen Tau der Nacht, denke
ich) zu messen, und das Gerät hing zu hoch für den kleinen großen
Mann.
(aus "Heute in Kirche und Welt"
5. Jahrgang - Nr.4/April 2005) |